Krapf, Reisen in Ost-Afrika ausgeführt in den Jahren 1837-55. Zur Beförderung de…
Krapf, Reisen in Ost-Afrika ausgeführt in den Jahren 1837-55. Zur Beförderung de
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Krapf, J(ohann) L. Reisen in Ost-Afrika ausgeführt in den Jahren 1837-55. Zur Beförderung der Ostafrikanischen Erd- und Missionskunde. 2 Teile in einem Band. Kornthal/Stuttgart, Selbstverlag/W. Stroh, 1858. Mit 1 mehrfach gefalteten Karte. XIV, 505 (1) S.; 521 (1) S. Halblederband der Zeit mit goldgeprägtem Rücken, geprägtes Bezugspapier. Der Einband etwas berieben, die Rückenkanten teils leicht beschabt, der Schnitt stellenweise unwesentlich fleckig. Einige Blatt im Eck geknickt, wenige Blatt mit schwachem Wasserrand, stellenweise unwesentlich fleckig, sonst gutes Exemplar. (840 Gr.) Embacher 177; Hennig 12; Henze 3/70; Lockot 1113; Vgl. Ibrahim-Hilmy 349 (die englische Ausgabe); nicht bei Gay. Erster Teil: Des Verfassers Erlebnisse, Missionsthätigkeit und Reisen in Nord- und Süd-Ost-Afrika (Abessinien und die Aequator-Gegenden); Zweiter Teil: Meine größere Reisen (!) in Ostafrika. Krapf, 1810 in der Nähe von Tübingen geboren, entstammte einer wohlhabenden Bauernfamilie. Tief religiös, geschichtlich und geographisch interessiert, ging er 1825 nach Basel um sich als Missionar ausbilden zu lassen, scheiterte jedoch zunächst. Er studierte dann in Tübingen Theologie und ging im Auftrag der englischen Missionsgesellschaft 1837 nach Äthiopien. Er wirkte zunächst in Adua, später in Schoa, wo er bis 1842 blieb. Neben oder besser wegen seiner Missionsarbeit lag im die Erforschung von Land und Leuten am Herzen. Um genaue Kenntnisse der räumlichen Verhältnisse, der Sitten und Gebräuche zu erhalten, nahm er unter anderem an Feldzügen des Königs von Schoa teil. Später besuchte er Sansibar und Mombasa, wo er sich vor allem mit Sprachstudien und Übersetzungen beschäftigte. Es entstand eine Übersetzung des Neuen Testaments ins Suaheli sowie ein Wörterbuch und eine Grammatik des Suaheli, außerdem ein Kinika-Wörterbuch. Sein langjähriger Mitarbeiter Rebmann entdeckte auf einer seiner Inlandtouren den Kilimandscharo. Krapf selbst reiste nach Usambara und Ukambani, was u. a. zur Entdeckung des Kenia führte. Krapfs Verdienst war vor allem die Erforschung der ostafrikanischen Völker und Sprachen. Sein Werk ist eine bedeutende ethnographische Quelle. Er starb 1881 in Kornthal bei Stutttgart.
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